Sächsischer Landesverband der Bergmanns-, Hütten- und Knappenvereine e. V. 

Berggrabebrüderschaft Ehrenfriedersdorf e.V.

Traditionsvereine

Kurze Beschreibung:

Laut mündlicher Überlieferung wurde die Berggrabebrüderschaft Ehrenfriedersdorf 1338 gegründet. Trotz vieler Kriegswirren und schlechter Zeiten existiert diese Vereinigung seither ununterbrochen. Sie ist damit die älteste Brüderschaft im Landesverband Sachsen. Mit Sicherheit aber können die Wurzeln bis in das Jahr 1614 zurück verfolgt werden.

Der Verein aht aktuell ca. 180 Mitglieder, davon 15 Kinder.

Gegenstand der Vereinsarbeit:

Der Bergbau auf Silber und Zinn begann im Ehrenfriedersdorfer Revier um 1240.

Die vorerst letzte Bergbauperiode endete am 03.10.1990 mit der symbolischen Förderung des letzten Huntes.

Den Ehrenfriedersdorfer Bergleuten ist um 1545 eines der bedeutendsten Erfindungen in der Bergbautechnik, speziell zur Wasserhebung zu verdanken, die Ehrenfriedersdorfer Radpumpe, die den damaligen Bergbau revolutionierte.

Zu Ehren aller tödlich verunglückten Bergleute im Revier errichtete die Berggrabebrüder- schaft in den Jahren 1926-28 ein Denkmal in den Halden auf dem Sauberg. Der wohl bekannteste Bergmanns unter ihnen ist Oswald Barthel, mit seiner langen, 60 Jahre dauernden Schicht unter Tage. Er wurde 1508 verschüttet und erst 1568 wieder aufgefunden. Das Denkmal versank bei einem Tagesbruch am 19. Mai 1985 in die Tiefe.

2001 zum 7. Bergfest erfolgte die Einweihung des von der Berggrabebrüderschaft nach altem Vorbild neu errichteten Bergmannsdenkmals in der Nähe des Sauberger  Haupt- und Richtschachtes. Auf 3 Tafeln sind die Namen der 170 tödlich verunglückten Bergleute niedergeschrieben, u.a. auch der 6 Bergleute, die am 24.12.1769 im Greifenbachtal im „Reichen Silbertrost Stolln“ durch giftige Rauchgase beim Feuersetzen ihr Leben ließen und der 4 Bergleute, die am 15.08.1938 im Sauberg in der Schachtteufe ertranken, als im Vortrieb Leimgrübner West ein mit Standwasser gefüllter „Alter Mann“ angefahren wurde. Zu runden Gedenktagen werden diese Bergleute besonders geehrt.

Die Bergstadt Ehrenfriedersdorf besitzt einen eigenen Bergmarsch. komponiert 1927 von  Richard Oehme.                                        

Am 20. Oktober 1990 wurde in Ehrenfriedersdorf der Sächsische Landesverband der Bergmanns- Hütten- und Knappenvereine gegründet. Die Berggrabebrüderschaft Ehrenfriedersdorf ist am Gründungstag diesen Dachverband der bergmännischen Traditionspflege in Sachsen beigetreten.

Der Vereinssitz ist auf dem Sauberg, im Verwaltungsgebäude der ehemaligen Zinngrube. Vor einigen Jahren hat der Verein hier eigene Vereinsräume ausgebaut. Die Berggrabebrüderschaft ist Förderverein des Besucherbergwerkes „Zinngrube Ehrenfriedersdorf“ und stellt den Hauptanteil des Personals des seit 1995 am Standort Sauberg durch die Stadt Ehrenfriedersdorf betriebenen Besucherbergwerkes.

Auf Initiative der Berggrabebrüderschaft konnte die Stadt Ehrenfriedersdorf vom 08.09.-10.09.2017 erfolgreich den 5. Sächsischen Bergmanns- Hütten- und Knappentag  ausrichten.

Veranstaltungen/Höhepunkte im Vereinsleben:

Bergquartal am 1. Sonntag nach Ostern (weißer Sonntag) mit traditionellen Berggottesdienst in der St. Niklas Kirche

Tag des Bergmannes am 1. Sonntag im Juli

24. Dezember, 6.00 Uhr, Bergaufzug vom Markt zum Sauberg mit Läuten der Bergglocke zur traditionellen (vereinsinternen) Bergmettenschicht der Berggrabebrüderschaft mit geladenen Gästen, Delegationen befreundeter Brüderschaften und Sponsoren im Saal der ehemaligen Zinngrube (Die Veranstaltung findet am 26.12., 17.00 Uhr nochmals als öffentliche Mettenschicht, aber ohne Bergaufzug, statt.

Anschrift

Berggrabebrüderschaft Ehrenfriedersdorf e.V.

Am Sauberg 1

09427 Ehrenfriedersdorf

Vorsitzender

Joachim Decker

Telefon

037341/2557

E-Mail

bb-ehrenfriedersdorf@bergbautradition-sachsen.de

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